Audi Sailing Lexikon

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52 SUPER SERIES

Die TP52 ist die beste Mono-Hull-Klasse der Welt und die 52 SUPER SERIES die weltweit beste Mono-Hull-Regattaserie. Die TP52 vereinen High-Tech, Design und einen einzigartigen Qualitätsansatz miteinander. Sie stellen somit die Spitzenklasse der Mono-Hulls dar, welche in einer kontinuierlichen Innovation der Regattaserie resultiert und diese sicherstellt. Der 52 SUPER SERIES wird bei etablierten, populären und prestigeträchtigen Segelregatten in Kooperation mit Yacht-Clubs und lokalen Veranstaltern stattfinden. Im Jahr 2012 werden insgesamt fünf Veranstaltungen durchgeführt, wobei zwei komplett neue Events – der Royal Cup in Palma im Juli sowie der Valencia Cup in Valencia im September – geschaffen wurden. Das Ziel wird sein, diese zukünftig in den internationalen Segelkalender langfristig zu integrieren.

A

ALL4ONE

Die Segelyacht ALL4ONE gehört zur TP 52-Bootsklasse, in der die Leichtbau-Kompetenz großgeschrieben wird, der sich auch die Audi AG im Fahrzeugbau verpflichtet hat. Die Bauvorschriften sind in einer so genannten Box Rule festgehalten, das heißt es gibt enge Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Konstrukteure ihren Designideen freien Lauf lassen können. Es ist also keine baugleiche Einheitsklasse, sondern eine technologische Herausforderung.

America's Cup

Der America’'s Cup ist die bekannteste und älteste noch heute ausgetragene Segelregatta der Welt. Der AC ist ein Wanderpokal und hat seinen Ursprung in einer Regatta rund um die britische Insel Isle of Wight im Jahre 1851. Um den America’s Cup treten zwei Segelyachten – Verteidiger und Herausforderer – in mehreren Wettfahrten gegeneinander an. Der Herausforderer des jeweiligen America's Cup wird in einer Vor-Regatta, im Louis Vuitton Cup, ermittelt.

Audi Melges 20

Die Audi Melges sind Segelyachten, die hauptsächlich im Regattasport Verwendung finden. Die Melges20-Klasse ist dynamisch gezeichnet, gut sechs Meter lang und 520 Kilogramm schwer. Inklusive Spinnaker haben die Boote eine Segelfläche von knapp 55 Quadratmetern, sind extrem wendig und leicht zu segeln. Mit ihrer feinen Technik und Ausgeglichenheit bringen sie alle Voraussetzungen für spannende Wettfahrten mit. Die Bootsklasse Audi Melges 20 wird von der Audi unterstützt.

Audi Sailing

Das umfangreiche Engagement von Audi im Segeln basiert auf besonderen Wertmaßstäben. Faszinierende Technik, hochwertige Materialien und begeisternder Wettkampf – all dies sind Dimensionen, für die Audi und der Segelsport gleichermaßen stehen und die ein hervorragendes Umfeld bieten, um sich als Premiumanbieter zu präsentieren. Mit der Förderung der deutschen Segelnationalmannschaft „Audi Sailing Team Germany“, der Partnerschaft mit Bavaria Yachtbau und der B/one Bootsklasse sowie der Premiumpartnerschaft mit der Kieler Woche bietet die AUDI AG den Fans und Teilnehmern des Segelsports gleichermaßen eine aufregende Plattform, die spektakulären Spitzensport auf dem Wasser mit einem spannenden Event an der Küste verbindet.

Audi Sailing Team Germany

Deutschland soll wieder zu einer führenden Nation im Segelsport werden. Mit diesem klaren Ziel gründeten Initiatoren aus Wirtschaft und Sport 2009 zusammen mit dem Deutschen Segler-Verband (DSV) und bedeutenden Segelvereinen das Sailing Team Germany (STG). Audi unterstützt die ehrgeizige Herausforderung seit der Saison 2010 als Titelpartner. Die AUDI AG unterstützt seine Aktiven nicht nur finanziell, sondern auch bei der Ausrüstung, mit Know-how-Transfer und nicht zuletzt logistisch. Mehr als 50 Fahrzeuge der Modelle Audi A4, A5, A6 sowie Q5 und Q7 transportieren die Teammitglieder jedes Jahr über viele hunderttausend Kilometer sicher, bequem und zuverlässig zu den Trainings- und Wettkampforten.

B

B/one

Audi ist Partner von Bavaria Yachtbau und der B/one Bootsklasse. Bavaria entwickelte mit der B/one eine neue Einheitsklasse, mit der die Lücke zwischen Jolle und Bigboat geschlossen werden soll. Merkmale der B/one sind neben dem State-Of-the-Art Design von Farr das unkomplizierte Handling des Bootes auf dem Wasser als auch an Land mittels Trailer und eine flexible Nutzung des Schiffes.

Backbord

Als Backbord ist das Gegenüber von Steuerbord zu verstehen. Backbord heißt somit die linke Schiffsseite - in Fahrtrichtung gesehen. Beispielsweise heißt an Backbord an der linken Schiffseite wobei eine Kursänderung nach Backbord eine Fahrtrichtungsänderung nach links angibt. Bei Fahrwassern und Navigationslichtern ist Backbord durch die Farbe rot gekennzeichnet. In Verbindung mit dem Wort Bug (Backbord-Bug) bezeichnet es beim Segeln die Seite, auf der das Großsegel steht.

Baum

Der Baum ist ein Teil eines Segelbootes, welches zum Aufspannen und zum Einstellen (Trimmen) des daran befestigten Segels dient. Der Baum ist eine Querstange zum Mast, welche immer an einem Ende angeschlagen ist. Der Baum wird nach dem Segel benannt, das an ihm befestigt ist. So heißt beispielsweise der Baum des Großsegels Großbaum, der Baum des Besansegels Besanbaum. In sehr seltenen Fällen finden sich auch Fockbäume zum Aufspannen der Fock, des gebräuchlichsten Vorsegels auf Yachten.

Bootsklasse 2.4mR

Mit einer Länge von 4,18 Meter bei einer Breite von 81 Zentimetern ist der 2.4mR das kleinste Boot der legendären Meter-Klassen und somit der „kleinste Bruder“ der Zwölfer (12mR) als ehemalige America’s Cup-Klasse. Er wird allein und außerhalb der Spiele sowohl von Behinderten als auch von Nichtbehinderten in einem Feld gesegelt. Die Rumpfbeschaffenheit des 254 Kilogramm schweren Kielboots begünstigt die Anpassung auf die jeweiligen persönlichen Bedürfnisse. Bei der Standardvariante wird über die Füße gesteuert und die 7,5 Quadratmeter Segelfläche aus Fock und Groß mit den Händen getrimmt. Je nach Handicap des Sportlers kann das Cockpit aber auch auf eine Kombisteuerung oder gar eine Handsteuerung umgebaut werden. Auch ein anders aufgebautes Vorsegel oder gar eine elektrische Winsch für Menschen ohne Arme sind nach den Regularien erlaubt. Seit Sydney 2000 ist der 2.4mR paralympisch.

Bootsklasse 470er

Der 470er ist eine Jolle für zwei Personen, Steuermann/-frau und Vorschoter/in. Sie wird bei Olympia seit 1976 in Montreal/Kanada von Männern und seit 1988 in Pusan/Südkorea auch von Frauen in getrennten Disziplinen gesegelt. Der Name steht für die Gesamtlänge von 4,70 Meter bei einer Breite von 1,65 Meter. Das vom Franzosen André Cornu 1963 gezeichnete Boot hat ein Großsegel und eine Fock (Vorsegel) mit insgesamt 13 Quadratmeter Fläche sowie auf Vorwindkurs (Wind von hinten) zusätzlich einen bauchigen Spinnaker, durch den es auf Geschwindigkeiten von bis zu 20 Knoten (fast 40 km/h) kommt.

Bootsklasse 49er

Der 49er ist die olympische High-Performance-Bootsklasse für zwei Mann Besatzung. Vorschoter und Steuermann stehen auf den breiten Wings im Trapez und halten mit ihrem Körpergewicht das Boot aufrecht. Der 49er wurde 1995 durch den Australier Julian Bethwaite für die Olympischen Spiele entworfen. Seit Sydney 2000 ist der 49er durchgehend bei den olympischen Spielen vertreten. Der Name 49er leitet sich von der Rumpflänge (4,99 Meter) ab.

Bug

Der Bug bezeichnet den vorderen Bereich eines Schiffes. Auf Segelbooten läuft er spitz zu und endet mit dem Vorsteven. Es gibt verschiedene Bugformen, welche sich durch die Länge des Überhangs und die Form des Vorstevens unterscheiden.

Bugspriet

Der Bugspriet ist eine fest mit dem Rumpf eines Segelschiffes verbundene, über den Vorsteven hinausragende starke Spiere, die das Vorstag zum Abstützen des Fockmastes trägt. Der Bugspriet ragt meist zentral in spitzem Winkel gegenüber der Horizontalen in Längsschiffsrichtung über den Bug hinaus. Bugspriete waren früher ausschließlich aus Holz, ab dem 19. Jahrhundert werden auch Metalle wie Stahl und Aluminium als Hohlkörper zur Herstellung verwendet.

D

DSV

Der Deutsche Segler-Verband wurde 1888 gegründet und ist der Dachverband für die Segelvereine und Surfclubs in Deutschland, für 16 Landesseglerverbände sowie 85 Klassenvereinigungen. Der DSV stellt ebenfalls die deutsche nationale Vertretung in der International Sailing Federation (ISAF) sowie im Offshore Racing Congress (ORC) für Hochsee-Regatten dar.

E

Einhand

Einhandsegeln bezeichnet das Segeln eines Bootes durch eine einzige Person. Das Einhandsegeln stellt hohe Anforderungen an Konstruktion und Ausstattung des Bootes, da das Ziel verfolgt wird, möglichst alle Manöver von einem Platz aus durchzuführen. Als anspruchsvollste Regatta für Einhandsegler gilt die Vendée Globe, welche im vierjährigen Turnus veranstaltet wird.

Einheitsklasse

Als Einheitsklasse oder One Design werden beim Regattasegeln Boote und Yachten bezeichnet, die nach einem festgelegten Bauplan gefertigt werden und daher nahezu baugleich sind. Hierbei können sie auch von verschiedenen Werften produziert werden. Durch die Baugleichheit starten alle Teilnehmer einer Regatta unter weitgehend gleichen Voraussetzungen. Im Wettkampf stehen nicht Konstruktion, Material, Ausrüstung und Budget, sondern das Können der Segler im Vordergrund.

Eintypklasse

Eine Eintypklasse entspricht einer Bootsklasse, deren Boote nur von einer Werft (oder in Lizenz) nach den gleichen Bauvorschriften gebaut werden. Es ist hierbei erforderlich, dass die Bootsklasse vom Deutschen Segler-Verband (DSV) anerkannt sein muss.

Elliott 6m

Die Elliott 6m wurde von der International Sailing Federation als neue olympische Klasse für die Olympischen Spiele 2012 in London für das Frauen-Match-Race festgelegt. Die Bootsklasse wurde für 2016 vorerst wieder aus dem olympischen Programm genommen. Das Kielboot wurde von dem Neuseeländer Greg Elliott in 2000 konstruiert. Durch eine weitere Modifikation von Rigg und Segelfläche ist die Elliot 6m von drei Crewmitgliedern (mit insgesamt 205 kg Gesamtgewicht) bei höheren Windstärken einsetzbar. Die Form des Rumpfes und die Takelage ermöglichen ein einfaches Handling mit wendigen Manövern und hohem Speed, so dass sie sich ausgezeichnet für das Match Race eignet, bei dem zwei Boote in einem Duell gegeneinander segeln.

Extreme Sailing Series

Seit 2007 hat sich die Extreme Sailing Series zu einem Maßstab in der Welt des Segelns entwickelt. Die Regattaserie wächst stetig und zieht die größten Namen des Segelsports an. Als Boot wird die Extreme 40, welches ihre Ursprünge in der Bootsklasse Tornado hat, verwendet. Das Konzept der Extreme 40 ist, das Segeln der Öffentlichkeit näher zu bringen. Die Extreme Sailing Series in Kürze: 21 Olympioniken, 4 Goldmedaillen-Gewinner, 1 Silbermedaillen-Gewinner, 50 Trans-Atlantics, 36 America-Cup-Kampagnen, 47 Weltmeisterschaften, 28 Europameister, 11 Weltrekorde sowie 7 Weltumrundungen.

F

Finn

Das Finn, auch Finn-Dinghy oder Finn-Dingi genannt, ist ein olympisches Ein-Mann-Segelboot. Es wurde 1949 von dem schwedischen Bootskonstrukteur Rickard Sarby entworfen. Seit den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki wird das Finn als Einmannjolle bei den olympischen Segelwettbewerben eingesetzt. Die Bootsklasse hat im Verhältnis zu seinem Rumpf eine große Segelfläche. Aus diesem Grund müssen die Segler enorme Kraft und ein relativ hohes Eigengewicht (80 bis 115 Kilogramm) aufbringen. Insbesondere bei Starkwind benötigen die Finnsegler Kraft, Ausdauer und Konzentration, um Manöver taktisch und gefühlvoll unter den wirkenden Kräften zu meistern. Viele America’s Cup Teilnehmer sind ehemalige Finnsegler. 1976 wurde beispielsweise der dreifache Olympiasieger und zweifache America’s Cup Sieger, Jochen Schümann, im Finn-Dinghy deutscher Olympiasieger für die DDR.

Fleetrace

Das Fleetrace ist die klassische Austragungsform einer Segelregatta. Im Fleetrace, bei dem mindestens drei Boote gegeneinander segeln, ist es das Ziel, vor allen anderen Booten die Ziellinie zu überqueren. Dies wird zunächst durch möglichst schnelles Segeln erreicht, um gegenüber den Konkurrenten im Vorteil zu sein. Unter Anwendung taktischer Manöver ist die Kontrolle des direkten Verfolgers möglich und ein Vorsprung kann bis zur Ziellinie gerettet werden. Dabei muss der direkte Gegner immer beobachtet werden, damit auf dessen taktische Manöver sofort reagiert werden kann. Beispiel eines Fleetrace sind die 52 Super Series.

Fock

Die Fock bezeichnet das Vorsegel, d.h. das Segel vor dem Mast.

G

Gennaker

Ein Gennaker – auch Blister, Flasher oder MPS (Multi-Purpose-Spinnaker) genannt – ist ein großes, bauchiges, asymmetrisch dreieckiges Vorsegel. Dieses wird aus relativ leichtem Segeltuch hergestellt und eignet sich für Raum- bis Halbwindkurse.

Grinder

Grinder bezeichnet eine Vorrichtung auf einem Segelschiff zum Antrieb einer Winsch. An einem Grinder können ein oder zwei Personen kurbeln (sich also nur auf den Antrieb konzentrieren), während ein Dritter die eigentliche Winsch bedient. Grinder werden vor allem auf großen Regattaschiffen eingesetzt. Des Weiteren wird als Grinder wird auch der Bediener eines Grinders bezeichnet.

Großsegel

Als Großsegel wird jenes Segel bezeichnet, das am Großmast eines Segelschiffes beziehungsweise am Mast eines slupgetakelten Segelbootes oder einer Segelyacht gefahren wird.

H

Halse

Halse bezeichnet ein Segelmanöver, bei dem das Boot mit dem Heck durch den Wind geht und die Segel anschließend auf der anderen Schiffsseite geführt werden. Eine Halse immer mit einer Änderung des Kurses verbunden.

Heck

Das Heck bezeichnet den hinteren Teil des Schiffes. Ursprünglich war das Heck, der für den Steuermann vorgesehene hintere erhöhte Teil eines Schiffes, der zum Schutz gegen hohe Wellen mit einer Verschanzung (Schanzkleid) umgeben war. Ein Heck kann verschiedene Ausprägungen der Heckform haben - es kann beispielsweise spitz zulaufen (Spitzgatter) oder in einem Spiegel enden.

I

Internationale Klasse

Eine Internationale Klasse entspricht einer Bootsklasse, die in mindestens sechs Ländern als nationale Klasse anerkannt und von der ISAF den Status einer Internationalen Klasse erhalten hat. Eine internationale Klasse wird von der ISAF oder einer Internationalen Klassenvereinigung verwaltet. Änderungen der Klassenvorschriften müssen von der ISAF genehmigt werden. Internationale Bootsklassen sind beispielsweise Optimist, Elliot 6m, Drachen, Melges 24.

IRC

IRC ist ein Vermessungssystem, welches in Konkurrenz zu ORC International, dem Vermessungssystem der ORC steht. Das IRC wurde vom renommierten englischen Yachtclub RORC (Royal Ocean Racing Club, London und Cowes) ins Leben gerufen. Nach IRC werden inzwischen in allen englischsprachigen Ländern, in Dänemark, auf dem Mittelmeer und in der Karibik Regatten gesegelt.

ISAF

Die International Sailing Federation (ISAF) ist der Weltverband aller Segelsportarten. Die ISAF stellt die Dachorganisation der nationalen Seglerverbände dar. Ihr Hauptsitz befindet sich in Southampton, Großbritannien. Im Moment führt die ISAF 116 Mitgliedsländer sowie 82 Bootsklassen.

J

Jolle

Die Jolle ist ein formstabiles Schwertboot, dessen Konstruktionsschwerpunkt meist über der Wasserlinie liegt. Im Gegensatz zum gewichtsstabilen Kielboot, gewinnt eine Jolle ihr aufrichtendes Moment durch den Wasserdruck, der auf die flache Form des Bootsbodens wirkt. Jollen haben zwei typische Eigenschaften - sie können gleiten und sie können kentern.

K

Kai

Als Kai wird ein durch Mauern befestigter Uferdamm bezeichnet – meist in Häfen oder an Flussufern zum Löschen und Laden von Schiffsladungen gelegen. Hierbei ist das Fahrwasser so tief, dass auch Schiffe festgemacht werden können.

Katamaran

Ein Katamaran ist ein Zweirumpfboot, d.h. das Boot besitzt zwei Rümpfe, welche fest miteinander verbunden sind. Bekannte Katamarane sind der Tornado, der schnellste Zwei-Mann-Katamaran, und der A-Cat, der schnellste Einhand-Katamaran. Ein Katamaran erreicht eine hohe Geschwindigkeit, weil er wegen seiner großen Breite mehr Segelfläche als eine Jolle tragen kann und viel weniger Wasserwiderstand erzeugt. Als Nachteil muss neben dem schwierigeren Handling, die Kenterbarkeit angemerkt werden. Bei stärkerem Wind können nur gute Katamaransegler eine Kenterung vermeiden. Sollte ein Katamaran durchkentern, so ist er nicht immer einfach diesen wieder aufzurichten.

Kiel

Der Kiel ist der wichtigste, mittschiffs im Boden angebrachte, Längsverband eines Bootes. Der Kiel ist somit das „Rückgrat“ des Schiffes. An ihm sind die querstabilisierenden Spanten, die „Rippen“, angebracht. An seinen Enden geht der Kiel in die Steven über. Neben der Stabilisierung des Rumpfes dient er auch der Erhöhung der Kursstabilität und der Verringerung der seitlichen Abdrift.

Kieler Woche

Die Kieler Woche ist unbestritten auf dem Wasser das größte Segelevent der Welt und an Land das größte Sommerfestival im Norden Europas. 5000 Aktive aus 50 Nationen segeln in Schilksee um den Kieler Woche Titel. Darüber hinaus kommen jedes Jahr rund drei Millionen Besucher aus nah und fern an die Kieler Förde. Grund genug, dass die AUDI AG die Kieler Woche in 2013 bereits zum 4. Mal als Premium Partner unterstützt. Die Schwerpunkte des Auftritts der AUDI AG liegen bei den aktiven Seglerinnen und Seglern im Olympiazentrum Schilksee sowie beim Kieler Yacht-Club am Hindenburgufer der Kieler Förde.

Kitesurfen

Beim Kitesurfen (oder auch kurz Kiten) wird der Surfer mit Hilfe eines Lenkdrachens (Kite) auf einem Board angetrieben. Die Surfer fahren hier meist auf speziell entwickelten Kiteboards, die ohne umzusteigen in beide Richtungen zu fahren sind (biderectional). Bei den Kites werden in der Mehrzahl Tubekites und Bowkites geflogen, aber auch Mattenkites.

Klassenvereinigung

Eine Klassenvereinigung erstellt und pflegt die Definition einer Bootsklasse im Segelsport unter dem Dach der International Sailing Federation (ISAF). Die Hauptaufgabe der 'Klasse' ist die Erstellung und Pflege eines Reglements sowie der Bauvorschriften (auch Klassenvorschriften genannt) für Boote und Wettbewerbe der jeweiligen Klasse. Die Klassenvereinigung ist somit eine Gemeinschaft von Seglern in einer Bootsklasse. Jedes Boot trägt das jeweilige Klassenzeichen beispielsweise 49er im Segel.

Knoten

Der Knoten (kn) ist ein Geschwindigkeitsmaß in der See- und Luftfahrt bzw. der Meteorologie, das auf der Längeneinheit Seemeile beruht. Definition: 1 Knoten = 1 Seemeile/h = 1,852 km/h ? 0,514444 m/s

Kranen

Kranen bezeichnet den Vorgang ein Boot mit Hilfe eines Krans zu Wasser lassen oder aus dem Wasser holen. Der Gegensatz hierzu ist das Slippen.

L

Lee

Lee ist die vom Wind abgewandte Bootsseite. "In Lee" bezeichnet die jenseits der Leeseite eines Schiffes liegende Wasserfläche.

Luv

Die dem Wind zugewandte Seite des Bootes. Gegenüber von Luv liegt Lee. Zwischen Luv und Lee liegt mittschiffs. "In Luv" bezeichnet die jenseits der Luvseite eines Schiffes liegende Wasserfläche.

M

Match Race

Ein Match Race ist eine besondere Austragungsform einer Segelregatta. Beim Match Race segeln jeweils zwei Yachten direkt gegeneinander. Eine Wettfahrt besteht üblicherweise aus mehreren Läufen. Die Geschichte des Match Race ist untrennbar mit der Geschichte des America’s Cup verbunden, der fast von Anfang an im Duell Boot gegen Boot entschieden wurde.

Mittwochsregatta

Die Mittwochsregatta ist eine Sitte der Segler, sich mitten in der Woche zu einem sportlich-entspannten Wettstreit zu treffen. Vor allem in den USA, aber auch in England, Australien und Hongkong sowie seit etwa der 1970er-Jahre auch in Deutschland wird an diesem Tag gegeneinander gesegelt.
Normalerweise wird die Wettfahrt, an der alle Bootstypen mit einer Yardstick-Zahl teilnehmen können, auch nach diesem Verfahren ausgewertet. Im Normalfall muss man sich für diese Veranstaltungen nicht an Anmeldefristen halten, sondern meldet kurz vor dem Start im Clubhaus des Ausrichtervereins oder gar erst auf dem Wasser beim Startboot. Da man sich in der Regel nach dem Wettbewerb zu einem Seglerhock trifft, ist diese Art der Veranstaltung auch eine Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen.

O

Ocean Race

Das Velux 5 Ocean Race ist eine Einhand-Regatta einmal um die Welt, welche in Etappen gesegelt wird und alle vier Jahre ausgetragen wird. Seit 2006 wird diese Regatta als Velux 5 Ocean veranstaltet, davor war sie als BOC Challenge sowie Around Alone bekannt. Die BOC Challenge wurde 1982 erstmals ausgetragen. Die Velux 5 Ocean Race ist die längste Einhand-Regatta der Welt und gilt aus diesem Grund auch zu den härtesten Regatten der Welt.

Offshore

Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit Regatten, als Offshore Race verwendet. Offshore bezeichnet "hohe See" und somit das Regattageschehen außerhalb der Küstengewässer.

Olympische Klasse

Die Olympischen Klassen entsprechen allen Bootsklassen, welche bei den nächsten Olympischen Spielen an den Start gehen dürfen. Hierzu gehören beispielsweise Laser, 470er, Starboot, Laser Radial und Windsurfer RS:X.

Optimist

Der Optimist ist das kleinste Segelboot und besonders als Einstiegsboot in den Segel- und Regattasport geeignet. Nahezu jeder Olympiasieger, Welt-, Europa- und Deutscher Meister hat das Segeln in einem Opti erlernt. Heute zählt der Optimist zu einem der wichtigsten Bootsklassen – ca. 500.000 Stück wurden weltweit gebaut. Dank seiner speziellen Form und Ausstattung besitzt der Optimist perfekte Segeleigenschaften mit einem hohen Maß an Sicherheit, denn ein Opti ist unsinkbar! Die Optimist-Jolle kann eine Geschwindigkeit von rund vier Knoten erreichen. Darüber hinaus ist kein großes seglerisches Können beim Segeln einer Optimisten-Jolle notwendig.

ORC

Offshore Racing Congress, kurz ORC, ist die internationale Organisation für die Durchführung und Kontrolle von Hochsee-Regatten. Das ORC kann als die Seesegelabteilung der ISAF betitelt werden. Mitglieder des ORC sind Vertreter der ISAF und von 25 nationalen Segler-Verbänden. In verschiedenen Ausschüssen werden u. a. die Vermessungsregeln (ORC International) festgelegt.

P

Pinne

Die Pinne beim Segelboot entspricht dem langen Hebel mit dem das Ruder bedient wird, d. h. ein Boot gesteuert wird. Sie ist oberhalb des Decks mit dem Ruderschaft fest verbunden und besteht meistens aus Holz oder Aluminium.

R

RC44

Die Regattayacht RC 44 ist eine ganz aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff gefertigte und dadurch besonders leichte und schnelle Rennyacht. Neben dem Rumpf sind fast alle Bauteile der Yacht aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Die Yacht ist als Einheitsklasse (One Design) gemeinsam von dem dreimaligen neuseeländischen America’s Cup Gewinner Russell Coutts und dem slowenischen Yachtkonstrukteur Andrej Justin entwickelt worden. Die Bezeichnung RC steht für die Initialen von Russell Coutts und 44 für die Bootslänge 44 Fuß (13,35 Meter).

Regatta

Als Regatta werden Sport-Wettfahrten zu Wasser bezeichnet. Beim Segeln werden die Regatten nach den Richtlinien des Deutschen Segler-Verbandes und der ISAF durchgeführt. Hierbei wird zwischen Einheitsklassen-Regatten und Ausgleichs-Regatten unterschieden. Klassenregatten werden zwischen Booten einer Bootsklasse ausgetragen. Bei Ausgleichs-Regatten können Boote unterschiedlicher Klassen teilnehmen. Durch Ausgleichs- und Berechnungssysteme kann bei einer Ausgleichs-Regatta der Sieger ermittelt werden.

RS:X-Surfbrett

Auch das olympische Windsurfen findet für Frauen und Männer auf dem gleichen Brett statt, nämlich dem RS:X. Die Firma Neill Pryde brachte es nach den Spielen 2004 auf den Markt und verdrängte damit vier Jahre später das Mistral-Surfbrett aus dem Olympiaprogramm. Ein RS:X ist 2,86 Meter lang und 93 Zentimeter breit. Die baugleiche Einheitsklasse garantiert allen Startern Chancengleichheit. Während die Frauen ein 8,5 Quadratmeter großes Segel aufziehen, surfen die Männer mit 9,2 Quadratmetern. Bei leichten bis mittleren Winden „pumpen“ die Aktiven vehement, das heißt sie wedeln quasi durch Ziehen am Gabelbaum und erhöhen damit den Vortrieb selbst bei einer schwachen Brise zu einer respektablen Geschwindigkeit.

Rumpf

Der Rumpf bezeichnet den gesamten Bootskörper mit Außenhaut und deren Längs- und Querverbänden, Deck, Aufbauten und Cockpit. Dieser Teil des Bootes verleiht die Schwimmfähigkeit. Darüber hinaus wird zwischen Ein- und Mehrrumpfschiffen unterschieden.

S

Schot

Eine Schot ist beim Segeln eine Leine zum Bedienen eines Segels. Schoten sind Bestandteil des Laufenden Guts von Segelschiffen und Segelbooten und werden zur Ausrichtung der Segel und für ihren Trimm benötigt. Die Segel werden durch die Schot in die richtige Stellung zum Wind gebracht.

Seemeile

Eine Seemeile entspricht dem nautischen Längenmaß von 1852 m. Die Seemeile ergibt sich aus dem Erdumfang. 40.000 km geteilt durch 360° geteilt durch 60 Minuten ergibt 1852 m. Eine Seemeile ist eine Bogenminute des Erdumfangs. Die hiervon abgeleitete Geschwindigkeitseinheit Seemeile pro Stunde wird Knoten genannt. (1 Knoten = 1 Seemeile/h = 1,852 km/h ? 0,514444 m/s)

Segel

Die wichtigsten Segel auf Yachten und Booten sind Großsegel, Besan, Vorsegel, Fock, Genua, Klüver, Spinnaker, Blister, Gennaker, Code Zero. Allgemein unterscheidet man Schratsegel und Rahsegel. Die Schratsegel teilt man in Hochsegel, Gaffelsegel und Luggersegel ein. Rahsegel werden nur auf einem Rahschiff gefahren, aber nicht auf einer Yacht oder einem Boot.

Segelnummer

Eine Segelnummer ist eine im Segelsport verwendete eindeutige Kennzeichnung von Booten. Sie besteht aus folgenden Bestandteilen: -dem Segelzeichen, das die Bootsklasse, also den Typ des Bootes kennzeichnet. -den dreistelligen Nationalitätsbuchstaben (bei Deutschland z. B. G/GER ab 1995). -der Nummer, die fortlaufend entweder von der International Sailing Federation oder der internationalen oder nationalen Klassenvereinigung zugewiesen wird. In Deutschland ist dies der Deutsche Segler-Verband (DSV). Die Segelnummer wird entweder national oder international gezählt. Darüber hinaus legen viele Bootsklassen für die Nummernvergabe die Baunummer des Schiffes zu Grunde, andere wie beispielsweise Finn-Dinghy oder FD vergeben persönliche Nummern - hier sind teilweise riesige Lücken zwischen den Nummern vorhanden.

Slippen

Slippen bezeichnet den Vorgang ein Boot auf einer Slipanlage von einem Anhänger oder Slipwagen zu Wasser lassen oder aus dem Wasser holen. Der Gegensatz hierzu ist das Kranen.

Sonar

Seit den paralympischen Spielen von Sydney im Jahr 2000 gehört der Sonar zu den drei Segeldisziplinen. Das sieben Meter lange und zweieinhalb Meter breite Kielboot ist für bis zu fünf Personen ausgelegt, wird aber bei den Paralympics nur zu dritt gesegelt. Dann hat es auch keinen Spinnaker, sondern nur Groß- und Vorsegel von insgesamt 25 Quadratmetern. Es wiegt 950 Kilogramm und ist damit noch sehr gut trailerbar. Der Sonar stammt aus der Feder von Laserkonstrukteur Bruce Kirby. Er hatte es schon 1979 gezeichnet. Das Cockpit ist sehr großzügig gestaltet, so dass viele Anpassungen für unterschiedliche Behinderungen möglich sind.

Spinnaker

Der Spinnaker oder kurz Spi ist ein besonders großes, bauchig geschnittenes Vorsegel aus leichtem Tuch, das vor dem Wind und auf Raumschotskurs zur Vergrößerung der Segelfläche eingesetzt wird. Das ballonförmige Vorsegel wird mit einem Spinnakerbaum am Mast fixiert. Ein Spinnaker ist im Gegensatz zum Blister oder Gennaker symmetrisch geschnitten, der Spinnaker kann senkrecht in zwei gleiche Hälften geteilt werden.

Star

Das Starboot mit seinem klassischen Design ist die älteste olympische Bootsklasse (seit 1932). Trotz der langen Tradition und den weltbesten Seglern am Start, die häufig auch auf großen Yachten schon sehr erfolgreich waren, soll 2012 nach einem umstrittenen Beschluss des Weltsegelverbands ISAF vorerst der letzte Auftritt des Zweimann-Kielboots werden. In Weymouth werden die 6,72 Meter langen und 1,73 Meter breiten Stare mit ihrer großen, ästhetischen Segelfläche von 28,7 Quadratmetern noch einmal Werbung für sich machen. Es ist auch für kräftige, schwere Segler das ideale Boot.

Steuermann

Der Steuermann ist der Skipper eines Regattabootes. An Bord eines Yacht wird als Steuermann bezeichnet, wer das Ruder führt. Auf kleinen Segelbooten, vor allem Jollen und kleinen Katamaranen, bedient der Steuermann zugleich das Großsegel und gibt die Kommandos für die auszuführenden Segelmanöver.

Streamline

Die Streamline ist ein offenes Drei-Mann-Kielboot mit vergleichsweise schmalem Rumpf und tiefem Gewicht. Als Einheits-/One-Design-Klasse sind alle Boote dieser Klasse von gleicher Bauart. Die Konstruktion der Bootsklasse entwarfen Judel/Vrolijk & Co, die Designern der TP52 ALL4ONE. Der Rumpf der Streamline wird aus Epoxidharz und in geschäumter Sandwichbauweise gefertigt (Nasspressung in Laminat). Auf kostspieligere Fertigungsstoffe wie Kevlar oder Carbonfasergewebe wird bewusst verzichtet. Der Kiel ist einziehbar, das Ruder abnehmbar. Darüber hinaus war das erste Audi Segelengagement der Bootsklasse Streamline zuzuschreiben - hier engagierte sich die AUDI AG beispielsweise beim Audi Match Race Berlin.

T

Tauwerk

Das Wort Tauwerk oder auch Seil wird in der Schifffahrt nur als Oberbegriff verwendet für Trosse, Leine und Garn. Tauwerk kann geschlagen, aus Kardeelen gedreht oder geflochten sein. Geflochtenes Tauwerk besteht aus einem geflochtenen Mantel, der die Seele umhüllt. Während die Seele die Bruchlast und die Dehnung bestimmt, schützt der Mantel bei einem Festmacher vor Schamfielen. Eine Schot, die manchmal lange in der Hand gehalten werden muss, besitzt einen weichen, hautfreundlichen Mantel.

Tiefgang

Der Tiefgang bezeichnet den Abstand zwischen der Wasserlinie und der Unterkante Kiel eines Bootes. Der Tiefgang eines Boots ist wichtig, denn er bestimmt prinzipiell, bis zu welcher Wassertiefe ein Schiff ohne Grundberührung fahren kann. Da Schiffe jedoch durch Fahrverhalten und äußere Einflüsse über den Tiefgang hinaus eintauchen können, ist für die Auslegung von Wasserstraßen die Tauchtiefe oder die Abladetiefe maßgeblich.

Tonne

Tonnen stellen ein schwimmendes Seezeichen dar. Tonnen können ein Fahrwasser, eine Gefahrenstelle, ein Warngebiet, ein Sperrgebiet oder ein Badegebiet bezeichnen. Tonnen unterscheiden sich in Form – Bakentonne, Spierentonne, Fasstonne – und Art der abgegebenen Signale – Leuchttonne, Heultonne, Glockentonne.

Tornado

Durch den geringen Wasserwiderstand erreicht ein Tornado Spitzengeschwindigkeiten von über 30 Knoten und ist somit der schnellste, serienmäßige Einheitskatamaran der Welt. Die enorme Steifigkeit der Konstruktion sowie die Parallelität der Rümpfe spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle bei Erreichung dieser Geschwindigkeiten. Der Tornado bzw. das Zweirumpfsegelboot ist ein typischer Katamaran und wird in der Regel nur auf einem Rumpf gesegelt – er „fliegt“ sozusagen über das Wasser. Im Jahre 1976 wurde die Bootsklasse erstmals olympisch. Im November 2007 entschied sich die ISAF jedoch gegen einen Tornado-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen 2012. Bei den Spielen 2016 in Rio de Janeiro wird Mixed-Sailing im Tornado zum ersten Mal olympisch.

Transpac 52 (kurz TP52)

TP steht für TransPac aus der Ursprungsregatta der Boote, dem Transpazifikrennen von Kalifornien nach Hawaii, und 52 für die Bootslänge in Fuß, was 15,85 Meter entspricht. Für diese Größe sich die Yachten außergewöhnlich schnell sowohl bei der Beschleunigung als auch den Höchstgeschwindigkeiten von weit mehr als 20 Knoten (40 km/h) beim Surfen die Wellen hinunter. Das liegt am leichten Rumpf in Kohlefaser-Sandwich-Konstruktion mit Honigwaben-Bauweise, hoher Stabilität durch einen 3,35 Meter tiefgehenden Kiel, der 4,8 der 7,3 Tonnen Gesamtgewicht ausmacht, und einen großen, druckvollen Segelplan (viel Segelfläche). Die hydrodynamische Form der Schiffe entspricht der einer überdimensionalen Gleitjolle. Die Bauvorschriften sind in einer so genannten Box Rule festgehalten, das heißt es gibt enge Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Konstrukteure ihren Designideen freien Lauf lassen können. Es ist also keine baugleiche Einheitsklasse, sondern eine technologische Herausforderung.

Trimaran

Ein Trimaran ist ein Boot mit drei parallel angeordneten, sehr schmalen Rümpfen. Der mittlere Rumpf ist der größte, die beiden seitlichen dienen der Kippstabilität. Ein Trimaran besitzt eine hohe Stabilität bei geringem Wasserwiderstand. Wie der Katamaran gehört der Trimaran zu den Mehrrumpfbooten, die sich durch hohe Geschwindigkeiten auszeichnen. Obgleich sie nach einer Kenterung eine stabile Kieloben-Schwimmlage einnehmen und nicht wieder aufgerichtet werden können, haben sie sich als durchaus seetüchtige Schiffe bewährt. Unter Segelbooten sind Trimarane heute in der Regel die schnellsten Boote überhaupt und halten beispielsweise die Rekorde für die schnellste Weltumsegelung oder Atlantiküberquerung.

V

Vendée Globe

Die Vendée Globe ist eine Non-Stop-Regatta für Einhandsegler, die einmal um den Globus führt und aus diesem Grund als die härteste Einhandregatta der Welt gilt. Das Rennen wurde im Jahre 1989 durch den Segler Philippe Jeantot ins Leben gerufen und findet seitdem alle vier Jahre statt. Startberechtigt sind Einrumpfboote der Klasse Open 60. Die nächste Vendée Globe findet 2012/2013 statt und wird am 11. November 2012 in Les Sables-d'Olonne beginnen.

Volvo Ocean Race

Das Volvo Ocean Race (vormals The Whitbread Round the World Race) ist eine seit 1973 alle vier, bzw. seit 2006 alle drei Jahre durchgeführte Segelregatta, die einmal um die ganze Welt verläuft. Die Regatta startet im Herbst in Europa, die weitere Route führt durch den Atlantik, umrundet Afrika, führt in den Südpazifik nach Amerika und von dort wieder zurück nach Europa. Aufgrund der Wind- und Wetterverhältnisse, vor allem im Südpazifik, gilt die Regatta als eine der härtesten Herausforderungen im Segelsport. Insgesamt sind rund 45.000 km zurückzulegen. Die Regatta wird in Etappen gesegelt, welche einzeln durch Punktevergabe gewertet werden und am Ende zu einem Endergebnis führen.

Vorschoter

Als Vorschoter wird der Vordermann in einem Segelboot bezeichnet. Neben dem Steuermann ist der Vorschoter die zweite Person auf einer Jolle. Seine Hauptaufgabe an Bord ist das Setzen, Bergen und Bedienen des Vorsegels und des Spinnakers. Beim sportlichen Segeln kann der Vorschoter durch Gewichtstrimm dafür sorgen, dass das Boot „aufrechter“ und somit schneller segelt. Auch das Trapez, das entlang der Wanten verläuft, dient dem Vorschoter zum „Ausreiten". Er hält somit die Balance des Bootes. Außerdem unterstützt der Vorschoter den Steuermann durch seine in manchen Situationen bessere Sitzposition im Boot bei der Überwachung der Ausweichregeln und bei der Gesamttaktik während einer Segelregatta.

Vorsegel

Als Vorsegel werden jene Segel bezeichnet, die vor dem Großmast eines Segelschiffes, beziehungsweise vor dem Mast eines slupgetakelten Segelbootes oder einer Segelyacht gefahren werden. Größere Schiffe haben oft mehrere Vorsegel. Sie reagieren daher auf Wetterbedingungen vor allem dadurch, dass sie mehr oder weniger der Vorsegel setzen.

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Wende

Die Wende bezeichnet ein Segelmanöver. Bei einer Wende erfolgt ein Kurswechsel, bei dem das Schiff mit dem Bug durch den Wind geht, das heißt der Wind kommt während des Manövers kurzzeitig auch von vorn. Im Gegensatz dazu geht das Boot bei einer Halse mit dem Heck durch den Wind.

Windstärke

Die Windstärke ist eine auf den englischen Admiral Sir Francis Beaufort zurückgehende Einheit für die Windgeschwindigkeit. 1806 schuf Beaufort – vom Erscheinungsbild der Meeresoberfläche ausgehend – die Windstärken 0 bis 12. Die Beaufortskala beschreibt die Windstärken und ihre Auswirkungen auf die See. Es ist somit eine Skala zur Klassifikation von Winden nach ihrer Geschwindigkeit.

Winsch

Eine Winsch ist eine gebräuchliche Seilwinde zur Übertragung größerer Zugkräfte. Eine Winsch ist eine in nur eine Richtung drehbare Winde. Beim Segeln dienen Winschen der Bedienung von Schoten, Fallen und anderen Tauwerksleine - somit existieren Schotwinschen, Fallwinschen sowie Ankerwinschen. Eine Winsch kann mithilfe einer Winschkurbel, elektrisch oder hydraulisch gedreht und so die um die Winsch gelegte Leine dichtgeholt werden.

World Match Racing Tour

Die World Match Racing Tour umfasst mittlerweile drei Kontinente und verfügt über neun WM-Veranstaltungen, beginnend in Frankreich ausgehend durch Deutschland, Südkorea, Portugal, Schweden, Schweiz, Dänemark, Bermuda und gipfelte in der Monsoon Cup in Malaysia. Die Regatten findet nahe dem Ufer statt, um der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit zu bieten hautnah die Rennen zu verfolgen.

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Yacht

Eine Yacht ist ein Wasserfahrzeug für Sport- und/oder Freizeitzwecke, das mit einem Deck und einer Kajüte ausgestattet ist. Entsprechend der Antriebsart werden Motoryachten und Segelyachten unterschieden. Konstituierendes Element einer Segelyacht – in Abgrenzung zur Jolle – ist ein fester, in der Regel mit Ballast versehener Kiel.